Spritzenhaus Altwustrow

Ehrenamtliche Sanierung des Spritzenhauses in Altwustrow

In Altwustrow wurde mit der Rettung des historischen Spritzenhauses begonnen. Durch die Hofgesellschaft Neulewin wurden wir beauftragt das älteste Gebäude im Dorf anzuheben, um es vor dem negativen Einfluss von Spritzwasser zu schützen. Die Arbeiten werden zur Hälfte Ehrenamtlich ausgeführt. Um wie viel Zentimeter das Gebäude jeweils angehoben wird, wird spontan entschieden. „Das hört man dann“, sagt Kollege Reinier Scheers lachend. Wenn das Holz ächze und stöhne, ist es an der Zeit aufzuhören. Beide Seiten des historischen Fachwerkbaus in der Dorfmitte werdSpritzenhaus Altwustrowen mit Hilfe einer Winde und hydraulischen Wagenhebern um ca. 20 bis 25 cm angehoben. Sind ein paar Zentimeter geschafft, werden Keile untergeschoben, die die Stabilität gewährleisten. „Bis weitergearbeitet werden kann, werden dann Betonsteine die Keile ersetzen“, erklärt Udo Schagen von der Hofgesellschaft. Der Verein hat sich der Sanierung des baufälligen Denkmals angenommen, da sich die Gemeinde Oderaue seit Jahren außer Stande sieht, die notwendigen Gelder dafür aufzubringen. Ende es Jahres 2013 wurde damit begonnen, die verrotteten Stiel- und Strebenfüße auszuwechseln, die verfaulten Schwellenbalken auszutauschen und die Sockelreste zu beräumen, so dass der Bau wieder auf eigenen Füßen steht. 3.75 mal 8.50 Meter misst das denkmalgeschützte frühere Spritzenhaus exakt. Damit es künftig gegen Spritzwasser geschützt ist, wird es nun angehoben. Sonst läuft es Gefahr, wieder zu verfaulen. Der Sockel wird dann in einem nächsten Arbeitsschritt im Laufe des Jahres aus Feldsteinen aufgebaut und mit einer Schicht aus Ziegelsteinen abgeschlossen. Nach dem Fundament folgen dann das Dach und später die Gefache.

Quelle: Bild – MOZ/Nadja Voigt Text: angelehnt an Märkische Oderzeitung vom 12.04.2014